photografieren

Hi Leute,
Nachdem wir ja kurz vor einem Großereignis stehen, nämlich der Supervollmond Nacht, hab ich mir mal testweise ne super billige lange Brennweite geholt 🙂 Nämlich ein Bower 500mm f 8.0 Objektiv welches mittels Telekonverter auch von Bower auf eine Brennweite von 1000mm kommt. Und wenn ich super billig meine dann ist das auch so, Gesamtkosten mit dem T Adapter für Nikon waren gerade mal 120 Euro.

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Stop Motion – Erster Versuch

7 September, 2014

Von Natur aus neugierig auf alles was mit Photos zu tun hat, konnte ich an dem Thema Stop Motion natürlich nicht vorbei gehen. Für alle die sich fragen was das eigentlich sein soll, gibts hier mal ne kleine Erklärung dazu 🙂

1, Was ist Stop Motion?

Stop Motion nennt man eine bestimmte Aufnahmetechnik um aus vielen Bildern einen Film zu machen. Von der Verarbeitung her wie ein Timelapse Video zu sehen, von der Aufnahme her aber total anders! Bei Stop Motion fotografiert man nicht einen Ablauf der gerade passiert in größeren Abständen sondern man produziert quasi alles selbst. Die Akteure im Film können Gegenstände sein die ihr in kleinen Schritten bewegt und von jeder neuen Position macht ihr ein Bild. Durch das aneinanderreihen im Film entsteht dadurch eine Bewegung was dann so aussieht als ob der Gegenstand sich von selbst bewegt. Mit dieser Technik sind natürlich die Grenzen offen für jegliche Spielerei, jedoch ist der Aufwand natürlich hoch! Man muss bedenken, pro Filmsekunde benötigt man im Normalfall 24 Bilder, also für einen längeren Film braucht man viele hunderte Bilder!

2, Wie mach ich ein Stop Motion Video?

Ihr benötigt für das Stop Motion als erstes eine Kamera, jedoch keine Video Kamera sondern eine Photo Kamera. Geeignet is dabei alles von Handy bis zu Spiegelreflex Kamera. Wichtig dabei ist nur, dass ihr die Kamera oder das Handy auf ein Stativ befestigen könnt, da bei dieser Technik die Kamera und der gefilmte Hintergrund nicht verschoben werden darf. Dann sucht ihr euch einen geeigneten Drehort, der vorzugsweise vom Licht her immer gleich bleibt. Denn sonst habt ihr das Problem im Film das es immer wieder Hell und Dunkel wird. Und dann kanns aber auch schon los gehen. Ihr sucht euch eine Figur zum Bsp. und lasst sie über ein Blatt Papier laufen. Dabei wird die Figur immer etwas in die richtige Richtung verschoben und ein Photo gemacht. Das wiederholt man so lange bis die Figur dann über das Blatt gelaufen ist. Je kleiner die Bewegungen desto schöner wird der Film dann am Schluß, und umso länger dauert er dann auch, da ihr dadurch viel mehr Photos macht bis eine Figur ein paar cm weit gekommen ist. Hier ist dann eure Kreativität gefragt was ihr mit den Figuren oder Gegenständen so anstellen wollt.

3, Technik Tipps

Als Tipp kann ich euch mit geben, es ist einfacher wenn ihr einmal fokusiert und dann den Focus aus schaltet, damit die Kamera nicht jedes mal neu fokusiert und eventuell was anderes scharf stellt als gewollt wurde. Wichtig dabei ist das eure Figur dann den Schärfebereich nicht verlässt das heißt entweder mit kleiner Blende arbeiten um die Tiefenschärfe zu vergrößern oder ihr lasst die Figur immer im gleichen Abstand zur Kamera laufen.
Zum Video erstellen könnt ihr den Windows Movie Maker benutzen, oder aber auch virtualdubmod (Anleitung hier auf der Seite) oder aber auch das geniale Tool von http://lrtimelapse.com/ wozu ihr aber Lightroom benötigt.

So nun genug erzählt von den ersten Gehversuchen in der Stop Motion Technik, hier gibts mal mein erstes Testvideo zu sehen:

Milkyway mal Anders

3 August, 2013

So Leute, nach langem hin und her bin ich jetzt doch endlich mal dazu gekommen mir die Sterne näher anzusehen. Genauer gesagt Aufnahmen der Milchstraße zu machen. Für alle unter euch, die sowas auch mal probieren wollen hier ein paar Tipps von mir:

1, Zeit und Ort

Nach einigen Recherchen im Netz, konnte ich feststellen, dass die Zeit um Juni / Juli / August optimal für solche Aufnahmen sind hier in Europa.

Wichtig ist es auch die Mondzeiten zu berücksichtigen, am Besten einen Tag wählen an dem der Mond erst nach Mitternacht aufgeht, denn wenn der Mond einmal da ist, habt ihr zu viel Lichteinfluß vom Mond und ihr könnt die Milchstraße nicht richtig sehen. Dazu gibt es unzählige Apps für eure Smartphones, ich verwende zum Bsp. Starwalk. Dort seht ihr genau wann die Sonne untergeht wann der Mond aufgeht.

Kommen wir nun zur Wahl des Ortes, man sollte einen Platz wählen, an dem so gut wie garkein anderes Licht die Aufnahme stören kann. Sprich man sollte weit weg sein von jeglichen Großstädten oder sonstigen was Hell beleuchtet ist, in meinem Fall hab ich den Reinischkogel in der Nähe von Graz gewählt. Man glaubt zwar man ist hier weit weg von Allem, aber ihr werdet auf den Bildern sehen, dass man selbst dort noch die Lichter von den umliegenden Städten auf den Aufnahmen sehen kann.
Ich hab im Internet auch eine Karte gefunden, welche die Lichtverschmutzung in Österreich zeigt, auf dieser kann man sich gut orientieren wo man am wenigsten störendes Licht hat.
Die Karte findet ihr hier: http://www.nightsky.at/Obs/LP/

2, Kamera, Objektiv, Einstellungen

Nun zu den anderen wichtigen Dingen, welche Ausrüstung brauche ich dafür ?
Das wichtigste überhaupt ist einmal ein stabiles Stativ das ihr überall aufstellen könnt. Ich hab mir heuer eines von Manfrotto besorgt sehr empfehlenswert stabil und sicher.
Das zweite ist die Kamera, hier wird man eine benötigen die auch mit hohen ISO Werten gut zurecht kommt ohne wirklich viel zu rauschen. In meinem Fall eine D600 die auch bei ISO 2000 noch relativ problemlos arbeitet. Was die Kamera noch können muss ist die Einstellung von Belichtungszeit und Blende, sowie eine Möglichkeit das man per Funk oder Kabelauslöser abdrücken kann, das verhindert unnötiges Wackeln welche die Bilder unscharf werden lassen.
Objektive würde ich empfehlen alles was in die Richtung Weitwinkel geht um einen großen Bildausschnitt zu erreichen, und Objektive welche sehr lichtstark sind. Da ich leider zur Zeit kein Weitwinkel habe das lichtstark genug ist habe ich meine Aufnahmen mit dem Nikkon 24-70 2.8er gemacht, bei einer Brennweite von 24mm.
Die Einstellungen waren meistens Blende 2.8, Iso Wert 2000 und die Belichtungszeit liegt zwischen 25 und 30 Sekunden. Dies ist schon am Limit der Belichtungszeit, alles was darüber hinausgeht würde bei dieser Brennweite bedeuten, dass ihr die Bewegung der Erde / Sterne am Foto habt. Das heisst ihr seht dann keine weißen Punkte sondern es werden Striche.
Allgemein kann man sagen, ihr müsst euch an das Thema herantasten und ausprobieren welche Einstellungen am besten für eure Kombination aus Objektiv und Kamera sowie Ort am besten passen.

3, Nachbearbeitung am Rechner

Nachdem ihr die Aufnahmen gemacht habt, werdet ihr feststellen, dass es am PC oft nicht so cool aussieht wie ihr das von anderen Leuten aus dem Netz kennt. Liegt aber daran, dass ihr die Bilder noch richtig nachbearbeiten müsst. Ich in meinem Fall habe alles im RAW fotografiert und das ist hier sehr wichtig, denn nur so kann ich im Nachhinein alles was Belichtung und Farbe betrifft nachträglich verändern. Ich habe begonnen die Farbgebung etwas mehr ins Blaue zu ziehen und etwas Lila dazu gegeben, dann spielt man sich mit den Einstellungen von Kontrast, Belichtung sowie den Faben Schwarz und Weiss. Hier müsst ihr einfach austesten was euch am besten gefällt. Ich habe dann meistens im Photoshop noch eine Tonwertkorrektur vorgenommen in der ich den Regler mehr in den Schwarzbereich gezogen habe um das Schwarz etwas mehr zur Geltung zu bekommen.
So das war mein kleiner Bericht über meine ersten Sternbilder, hoffe ihr habt genau so viel Spaß dabei wie ich, und hier folgen nun meine ersten Werke: